2.1 Eigenschaften der verwendeten Zucker
Bevor die quantitativen Bestimmungen durchgeführt werden, sollen
zunächst die für die Versuche
bedeutsamen Eigenschaften der Zucker Glucose, Fructose und Saccharose
erläutert werden.
2.1.1 Glucose
Das Monosaccharid D-Glucose (C6H12O6)
ist eine Aldohexose, die aufgrund ihrer Aldehydgruppe
reduzierendes Verhalten zeigt. Die in der Ringform fünf
asymmetrischen Kohlenstoffatome sind die
Ursache für die optische Aktivität. Die Glucose dreht die
Ebene des linear polarisierten Lichts nach
rechts. In wässeriger Lösung liegt Glucose in alpha- und
beta-Form vor, zwischen denen sich über
die offenkettige Form ein Gleichgewicht einstellt.
2.1.2 Fructose
Fructose (C6H12O6) ist im Vergleich
zur Glucose eine Ketohexose, die jedoch im Basischen über
die Endiolform als reduzierender Zucker wirkt.
Auch sie besitzt asymmetrische Kohlenstoffatome, ist aber linksdrehend.
2.1.3 Saccharose
Neben der Wirkung der Fructose wird jeweils noch die der Saccharose
untersucht. Das Disaccharid
stellt die 1->2 glykosidische Verbindung der alpha-D-Glucose mit der
ß-Fructose dar:
Da beide Monosaccharide in der Saccharose als
Vollacetal vorliegen, wirkt diese nicht reduzierend,
zeigt jedoch aufgrund der asymmetrischen Kohlenstoff-
atome optische Aktivität.
Kapitel 2.2 Verschiedene Methoden der quantitativen Bestimmung